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Montag, 25. Mai 2009

SZ: Der Kosovo ist kein Land, er ist ein Desaster


Ein besonders guter und neuer Artikel in de SZ, über die Hintergründe des Kosovo Krieges und die damaligen PR Lügen.


Als die Menschenrechte schießen lernten
Kosovo-Krieg 1999

19.05.2009, 18:18

Von Franziska Augstein

Vor zehn Jahren fand der Kosovokrieg statt, der damals sehr umstritten war. Ein Blick zurück auf die wichtigsten Argumente.
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Die Feinde unserer Feinde

Die Milizionäre der UCK gingen brutal vor: Wenn ein von Albanern bewohntes Dorf ihre Gewalttaten nicht unterstützte, wurden Verwandte der Dorfältesten umgebracht. So brachte die UCK bis 1998 etwa ein Drittel des Kosovo unter ihre Kontrolle. Das wollte die Regierung in Belgrad nicht dulden. Ihr galten nun alle Kosovo-Albaner als potentielle Feinde. Serben und Albaner machten aus der gewohnten friedlich-feindlichen Koexistenz einen Bürgerkrieg.

Die amerikanische Außenpolitik ist ohne Rücksicht auf die Folgen mitunter nach dem Motto vorgegangen: Die Feinde unserer Feinde sind unsere Freunde.

Die Verantwortlichen haben damals ihre Rechnung aber ohne den Wirt gemacht: Sie gingen der UCK auf den Leim. Ohne Hilfe aus dem Ausland kam die UCK nicht weiter, das war klar. Ihre Befehlshaber entdeckten schnell, wie sie das Ausland für ihre Sache einnehmen konnten: Sie mussten die Serben dazu provozieren, möglichst viele Albaner zu töten oder zur Flucht zu zwingen. Außerdem musste die vorgebliche Unmenschlichkeit der Serben dokumentiert werden. Zu diesem Zweck wurde manches fabriziert und vorgespiegelt.
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Milosevics zynisches Kalkül

Milosevic, der sich in der Klemme wusste, stimmte allen Forderungen zu: Waffenstillstand, Beendigung der gemeinen Übergriffe gegen die Kosovo-Albaner, friedliche Koexistenz. Nur eine Forderung konnte er nicht hinnehmen: Der Annex B des Vertrags räumte der Nato das Recht des "freien und unbeschränkten Verkehrs und des unbehinderten Zugangs in der gesamten Jugoslawischen Föderation" ein. Leute wie Ludger Volmer sagen, damit sei lediglich der Einsatz einer Schutztruppe gemeint gewesen. Andere - und zu ihnen gehörte Milosevic - sahen darin die Absicht der Nato, sich wie eine Besatzungsmacht zu gerieren. Beide Lesarten sind möglich. Nicht ganz unwahrscheinlich ist es, dass der Annex B eigens zu dem Zweck konzipiert wurde, Milosevic in seinem Stolz zu treffen und ihn zu nötigen, den Vertrag in toto abzulehnen. Die deutschen Unterhändler müssen das zumindest gespürt haben: Joschka Fischers Außenministerium ließ kein Wort über den Annex B verlauten. Erst aus der taz erfuhren die Deutschen davon.

Gegner des Krieges sagen, dass die Vertreibung der Albaner erst nach dem Beginn der Luftschläge eingesetzt habe. Tatsächlich wurden Hunderttausende auch schon 1998 in die Flucht geschlagen. Doch die meisten kehrten noch im selben Jahr nach Haus zurück: Da hatte der Einsatz des Westens, im Besonderen der Beobachter der OSZE, seine Wirkung getan. Die nächste Flüchtlingswelle begann dann in der Tat nach Beginn der Luftschläge. Milosevic, der militärisch gegen die Nato keine Chance hatte, setzte darauf, möglichst viele Albaner zur Flucht zu bewegen. Er wusste, dass der Westen keine Lust hatte, diese Menschen aufzunehmen. Sein zynisches Kalkül war trotzdem verfehlt.
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Der Kosovo ist kein Land, er ist ein Desaster.

SZ

Und heute morden die UCK Verbrecher recht lustig und munter weiter. Aktuell nicht nur die Auftrags Morde in London sondern die DRENCIA Bar bei Durres mit dem Kapiti Mord und Verbrecher Clan.

Kommentare:

  1. Da denkt jemand, daß wir nicht zwischen Realität und diese verbrecherische, terroristische und komunistischer Propaganda unterscheiden können? Für so naiv wirst Du uns doch hoffentlich nicht halten, oder?

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  2. Die grösste Lüge des Jahrzehnts?

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  3. Fakten sind Fakten und SZ Artikel sind genauso war, wie u.a. die BND Artikel

    Kosovo BND Bericht 2005 http://wikileaks.org/leak/bnd-kosovo-feb-2005.pdf

    Und die 124 Seiten IEP - BND Studie Kosovo 2007
    http://balkanforum.org/IEP-BND/iep0001.PDF

    und von den Bin Laden Treffen von Hashim Thaci und Ramuz Haradinja und Ali Ahmeti fangen wir nicht an, weil man es ja ergoogeln kann.

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