Samstag, 26. September 2015

Pharma Mafia und Folgen des Privatisierungs Betruges: Mafia schleust gefälschte Krebsmittel nach Europa

Allgemein bekannt im Balkan, das es unheimlich viele gefaelschte Medikamente gibt
 Gross Konzerne machen oft sogar wissentlich mit, mit gefaeltschten Test Serien.

Deutschland ist direkt ebenso davon betroffen, weil bekannte Ketten, daran beteiligt sind, oft in Indien, oder hier in Rumaenien Mafia Partner haben, was ein Grund Modell der US-Austria und Deutschen Politik nicht nur im Balkan ist.

Mafia schleust gefälschte Krebsmittel nach Europa
Im besten Fall sind sie wirkungslos, im schlimmsten tödlich: Gefälschte Medikamente sind für Patienten hochgefährlich. Verbrecher aus Italien sollen sie massenhaft verkaufen – auch in Deutschland.
Von B. Faucon, H. Plumridge, M. Falconi, WSJ.de

Alles echt? Aus Italien sollen im großen Stil falsche Pillen nach Westeuropa gelangt sein
Foto: dpa Alles echt? Aus Italien sollen im großen Stil falsche Pillen nach Westeuropa gelangt sein
Eine hoch organisierte, mafiöse Verbrecherbande schleust nach Erkenntnissen italienischer Fahnder im großen Stil gestohlene und gefälschte Krebsmedikamente aus Italien nach Westeuropa.
Diese neue Erkenntnis versetzt Apotheker und andere Pharmaexperten in Alarmbereitschaft. Gefälschte oder manipulierte Medikamente schmälern die Umsätze von Arzneimittelherstellern und sind häufig wirkungslos oder sogar tödlich.
Die Europäische Arzneimittel-Agentur warnte Mitte April, dass in Italien gestohlene Fläschchen mit dem Krebsmedikament Herceptin des Schweizer Pharmakonzerns Roche Holdings verunreinigt in Deutschland, Großbritannien und Finnland wiederaufgetaucht seien.

Zudem seien auch einige Chargen der Medikamente Alimta und Remicade des Produzenten Eli Lilly gestohlen worden, teilte die Agentur später mit. Diese beiden Arzneimittel werden von Johnson & Johnson sowie Merck vermarktet.

Camorra und Banden aus Osteuropa aktiv

Roche, J&J und Lilly teilten diese Woche mit, dass sie mit den Gesundheitsbehörden und den Strafverfolgern zusammenarbeiteten, um die Quelle der gefälschten oder abgezweigten Arzneimittel zu bestimmen. J&J kooperiert nach eigenen Angaben in der Sache auch mit Merck.
Wie der Spitzenermittler der italienischen Pharmaaufsicht Agenzia Italiana del Farmaco, Domenico Di Giorgio, nun offenbarte, sind die jüngsten Funde keine Einzelfälle. Vielmehr hätte eine Untersuchung ergeben, dass sie das Werk hochgradig organisierter Verbrechernetzwerke sind.
Zu dem Verbrecherring scheinen auch die Camorra – eine mafiöse italienische Verbrecherbande, die von Neapel aus agiert – sowie Banden aus Osteuropa zu gehören, darunter russische Staatsangehörige in Zypern. Das berichten Personen, die sich mit den Ermittlungen auskennen.
"Organisiertes Verbrechen ist auf jeden Fall beteiligt. Es gibt eine zentrale Struktur, die offensichtlich in Italien sitzt und die Arzneimitteldiebstähle aus Krankenhäusern in Auftrag gibt", sagte Di Giorgio auf Anfrage des "Wall Street Journals". Seine Behörde koordiniert die Ermittlungen, an denen auch Betrugsbekämpfer von der italienischen Polizeieinheit Nuclei Antisofisticazioni e Sanità Carabinieri beteiligt sind.
Nach Angaben einer mit der Untersuchung vertrauten Person wurden die Medikamente in Italien aus Krankenhäusern oder Lieferantenlastwagen gestohlen und an einen registrierten italienischen Großhändler überführt.
Dieser Großhändler habe Quittungen für die Medikamente von falschen Großhändlern erhalten, die ihren Sitz in Ungarn, Rumänien und Lettland hätten, sagt die informierte Person. Von Italien aus seien die Medikamente dann in andere europäische Länder verkauft worden.

Jeden Monat verschwinden fünf Ladungen

Wie ein Vertreter eines Pharmakonzerns berichtet, verschwinden in Italien jeden Monat durchschnittlich fünf Ladungen mit Produkten des Unternehmens. Die Fahrer der Lieferwagen brächten dafür undurchsichtige Erklärungen hervor, sagt er.
Der Diebstahl von Krebsmedikamenten kann ein lukratives Geschäft sein. In Großbritannien kostet ein Fläschchen Herceptin in der Größe der gestohlenen Ampullen rund 400 britische Pfund (rund 487 Euro). Wird der Flascheninhalt verdünnt oder sein Wirkstoff entfernt und durch ein billigeres Antibiotikum ersetzt, lässt sich die so gewonnene Originalarznei teuer weiterverkaufen.


Roche fand tatsächlich ein Fläschchen des gestohlenen Medikaments Herceptin, in dem der eigentliche Wirkstoff durch ein Antibiotikum ersetzt worden war.
Nach Angaben der britischen Aufsichtsbehörde Medicines and Healthcare Products Regulatory Agency gibt es noch keine Anhaltspunkte dafür, dass gefälschtes Herceptin in Krankenhäuser oder in die Hände von Patienten gelangt sei. Krankenhäuser in Großbritannien würden nur direkt von Roche beliefert. Jegliches gefälschtes Herceptin, das in Großbritannien aufgetaucht sei, sei insofern vermutlich für den Weiterverkauf in Europa bestimmt, sagt eine mit der Lage vertraute Person.
Während der illegale Handel mit gefälschten und abgezweigten Krebsmedikamenten in Afrika und dem Nahen Osten schon lange blüht, ist er im Westen erst seit zwei Jahren öffentlich bekannt. Damals fanden Ärzte in den USA gefälschte Fläschchen des Roche-Blockbuster-Medikaments Avastin.

Parallelvertrieb gerät ins Zwielicht

Regierungsvertretern gelang es nach eigenen Angaben, den Großteil der Arzneimittelfälschungen einem türkischen Unternehmen zuzuordnen. Diesem Unternehmen werfen sie auch vor, abgezweigte Medikamente zu verkaufen. Das türkische Unternehmen streitet jegliches Fehlverhalten ab.
Mit dem Fund gefälschter und abgezweigter Krebsmedikamente in den USA und nun auch in Europa geraten Großhändler ins Zwielicht, die dem sogenannten Parallelvertrieb zugerechnet werden.


Romania: 13 Arrested over 'Health Insurance Scam'
Romanian authorities have raided 59 houses in a large-scale swoop on a group of pharmacists, doctors and health officials they suspect made up to US$ 2.2 million from the national health insurance fund by arranging and processing fake prescriptions.
Photo from the raidThe Monday busts targeted the homes and practices of doctors and pharmacists living and working in the Bucharest, Braila, Constanta and Vrancea municipalities, and resulted in 13 arrests.
Prosecutors say the group is made up of 25 members including representatives and employees of a chain of pharmacies, family doctors and specialists, and national health insurance employees.
According to investigators, since 2011 the 'organized crime group' has colluded in tax evasion, money laundering, forgery, computer fraud, abuse of office, false statements, usury, nepotism, influence peddling, bribery and blackmail – all aimed at illegally siphoning off at least nine million Romanian lei (US$ 2,278,659) from the National Unique Health Insurance Fund.
Prosecutors allege that in 2009, suspected leader of the group Titi Sgarcitu, who is currently serving a prison sentence in an unrelated case, established a pharmaceuticals company. His wife, Liliana Valentina Sgarcitu, managed the firm.
Employees of the company allegedly drew money from the national health fund by processing unneeded prescriptions issued to them by doctors and specialists who were in on the scam.
Local news portal Probraila published footage of Liliana Valentina Sgarcitu being taken in for questioning on Tuesday. She and 12 others were ordered into 24-hour preventive arrest.
The scam was allegedly coordinated by an unnamed resident of the coastal city of Constanta, and took in several officials from the National Agency for Medicines and Medical Devices as well as the Health Insurance House, who are thought to have helped speed up the release of funds for the fictitious prescriptions.
Insiders from the national health insurance fund are believed by investigators to have leaked government inspection dates to the pharmaceuticals firm at the heart of the scandal, helping it prevent detection by law enforcement.
The Sgarcitus have not yet commented on the accusations.

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