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Donnerstag, 8. Oktober 2026

Ein Mafia Geschaeft heute: Strandvermietungern: Italien, Griechenland, Tuerkei, Albanien

Sonnenschirme an italienischem Strand

Einst als IV-Rente für Kriegsversehrte gedacht – heute ein Riesengeschäft: italienisches Strandbad. © Depositphotos

Italienische Strandkonzessionen waren einst Invaliden-Renten

Esther Diener-Morscher / 5.10.2026  Italien wollte Kriegsversehrten eine Existenz bieten – und schenkte ihnen Lizenzen zum Geldverdienen. Mit Sonnenschirmen.

Italien ist in Europa das Land mit der höchsten Dichte an bewirtschafteten Stränden. Belegt sind sie traditionsgemäss mit ordentlich ausgerichteten Reihen von Liegestühlen und Sonnenschirmen dazwischen. Die Preise für einen Platz an einem begehrten Strand sind hoch. Mitunter ist sogar von der «Sonnenschirm-Mafia» die Rede. Diesen Sommer zahlte man an der ligurischen Küste für das Liegestuhl-Paar mit Schirm im Durchschnitt weit über 300 Euro pro Woche (siehe Kasten unten).

Das verwundert vor allem deshalb, weil die italienische Küste dem Staat gehört und das Ufer laut Gesetz für alle zugänglich bleiben müsste. Trotzdem sind gut die Hälfte der Sandstrände an private Betreiber verpachtet. Diese zahlen geringe Konzessionsgebühren von durchschnittlich etwa 8000 Euro pro Jahr, nehmen damit aber ein Vielfaches davon ein. Es gibt Schätzungen, wonach pro erteilte Konzession ein durchschnittlicher Jahresumsatz von 250’000 Euro erzielt wird.

Eine frühe Sozialversicherung

Italien nimmt mit den Strandkonzessionen nur etwa 100 Millionen Franken pro Jahr ein. Dieser heute seltsam anmutende Umstand hatte einst einen guten Zweck: Der Staat vergab die Strandparzellen gleichsam einer Invalidenrente an Kriegsversehrte. 


https://www.infosperber.ch/gesellschaft/sozialversicherungen/italienische-strandkonzessionen-waren-einst-invaliden-renten/

https://www.infosperber.ch/gesellschaft/sozialversicherungen/italienische-strandkonzessionen-waren-einst-invaliden-renten/

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