In Bulgarien ist bei der Präsidentschaftswahl eine Richtungsentscheidung gefallen. Die russlandfreundliche Amtsinhaberin Ilijana Jotowa hat die Stichwahl in dem EU- und Nato-Mitgliedsland klar für sich entschieden. Laut Prognosen setzte sich die Staatschefin mit deutlichem Vorsprung gegen ihren pro-westlichen Herausforderer Andrej Gjurow durch. Gjurow räumte noch am Wahlabend seine Niederlage ein. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gratulierte Jotowa zu ihrem Wahlsieg.

Für Jotowa, die sich für einen Dialog mit Russland und gegen Militärhilfen für die Ukraine ausspricht, stimmten den jüngsten Prognosen zufolge zwischen 57,4 und 58,2 Prozent der Wählerinnen und Wähler. Auf Gjurow entfielen demnach zwischen 38,6 und 39,6 Prozent.

Entscheidung über Verhältnis zu Russland

Mit ihrem Sieg wird Jotowa, eine ehemalige Journalistin und sozialistische Europaabgeordnete, die erste Frau als gewähltes Staatsoberhaupt in Bulgarien. Die Nachfolge ihres Vorgängers Rumen Radew hatte sie ohne Wahl angetreten. Radew war im Januar zurückgetreten, um Regierungschef zu werden. 

 

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lamstag, 6. Januar 2018